Donnerstag, 31. Dezember 2015

My Myanmar Story: Abschiedsfeier und Auflösung des Bündnisses

Abschiedsfeier und Auflösung des Bündnisses

Hier stehe ich, ich kann nicht anders...“, schrieb Martin Luther (1483-1546), deutscher Priester, Theologieprofessor und Reformator.

Anfang August 1964 hatte mir das Ministerium mitgeteilt, dass ich als einer der Stipendiaten, die nach Europa gehen würden, ausgewählt wurde.
Ich fühlte mich über die doch eigentlich erfreuliche Nachricht nicht so euphorisch, wie ich zuvor gedacht hatte. Nach dem Interview im Ministerium im Juli war ich für viele Tage unruhig, denn da ich mich für das Auslandsstudium entschied, musste ich nicht nur meine Eltern, Tante und Geschwistern, sondern auch meine Kollegen und Kommilitonen des Bündnisses verlassen. Das bedeutete die Auflösung unseres Bündnisses. Wir waren zu sechst im Bündnis und gemeinsam in der Yangon Studentenunion aktiv. Jahrelang hatten wir gemeinsam vieles unternommen. Nach dem Ereignis vom 2. Juli 1962 wurden zwei von uns von der Universität ausgeschlossen. Einer der beiden war Philosophiestudent und der zweite hatte fernöstliche Geschichte studiert. Ich und mein Kollege vom
Yangon Institute of Technologie (R.I.T.) waren für Naturwissenschaftsfächer eingeschrieben und konnten noch weiter studieren. Mit unseren anderen zwei Kollegen konnten wir keinen Kontakt herstellen. Sie waren entweder erschossen worden oder in den bewaffneten Untergrund gegangen. Ich erfuhr einige Zeit nichts Genaues über ihr Schicksal.

Unsere Bekanntschaft fing 1961 an, als ich in der Yangon Uni eingeschrieben wurde. Es war für mich die schönste Zeit meines Studentenlebens in Myanmar, geflügelt von der Meinungs-, Rede- sowie Versammlungsfreiheit. Die nach der Unabhängigkeit erstmals demokratisch gewählte Regierung von Premier U Nu war noch an der Macht. Unter seiner Regierung verwandelte sich das Land zu einer blühenden Wirtschaft und wurde zur „Reiskammer“ Asiens. Es gab keine Hungersnöte, kein Demonstrationsverbot und keine Pressezensur. Die Bürger genossen Freiheit und demokratische Rechte. Wir, die Studenten, durften alle Literatur lesen, unsere freie Meinung äußern und jede Kritik an Politik sowie Regierung frei artikulieren.
Die Yangon Universität bildete bekanntlich hervorragenden Politiker und Persönlichkeiten aus, wie den Nationalhelden General Aung San, den Premierminister U Nu (Amtszeiten 1948-56, 1957-58 und 1960-1962) und den Premierminister U Ba Swe (Amtszeit 1956-57). Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen U Thant aus Myanmar (Amtszeit 1961-1971) war Absolvent der Uni. 1945 schlossen sie alle sich der Befreiungsbewegung unter General Aung San gegen die japanische Besatzung an. Die Yangon Universität genoss daher einen guten Ruf unter der intellektuellen Elite des Landes. Ich war stolz, dort zu studieren.

Ich verbrachte anfänglich viel Zeit mit Lesen in der Uni-Bibliothek und mit Bodybuilding im Fitnessstudio der Universität, weil ich als Student im ersten Semester nicht so viele Freunde hatte. Die Uni-Bibliothek war vollgefüllt, mit Weltliteratur und Literatur aus Myanmar sowie mit Geschichtsbüchern. Die Kollegen des später mit mir geformten Bündnisses waren bereits in höheren Semestern und etwa 4-5 Jahre älter als ich. Sie saßen oft in der Bibliothek und begrüßten mich immer herzlich, wenn sie mich sahen. Einer von ihnen kam auch regelmäßig zum Sport und fragte mich eines Tages, ob ich Interesse hätte, bei der Uni Studentenunion als Obmann für Sport und Kultur mitzuarbeiten. Ich sagte sofort zu, ohne zu wissen, was die Union treibt und von mir erwartet. Später erfuhr ich, dass unsere Vorbilder wie der Nationalheld General Aung San, der Premierminister U Nu, der Premierminister U Ba Swe auch die Vorstandsmitglieder der Yangon Universität Studentenunion(the Rangoon University Students Union (RUSU)) waren.
Bei der nächsten Jahresversammlung wurde ich als Obmann gewählt. Seither trafen wir regelmäßig zusammen. Ich war stolz dort mitzuarbeiten. Wir nahmen gemeinsam an politischen Schulungen teil und diskutieren über Frieden und Krieg, denn seit 1948 herrschte Bürgerkrieg im Land und wir suchten eine mögliche Lösung. Wir studierten die Französische Revolution und erkannten die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ als eine der zahlreichen Losungen. „Freiheit, Gleichheit, und Brüderlichkeit“( Liberté, Égalité, Fraternité) ist der Wahlspruch der heutigen Republik. Er fußt auf den Losungen der Französische Revolution 1789. Wir lasen Werke über den ersten und zweiten Weltkrieg, die Biographien weltbekannter Politiker wie Winston Churchill, Charles de Gaulle, Abraham Lincoln, sowie die Biographien von Revolutionären der Modernen Geschichte wie Lenin, Mao Zedong, Hồ Chí Minh, Fidel Castro und Che Guevara. Die Union orientierte sich traditionell politisch links. Wir waren begeistert von dem Kampf, in dem Fidel Castro und Che Guevara 1959 den kubanischen Diktator Batista gesiegt hatten. Auch über den Langen Marsch von Mao 1934/35 wurden Abhandlungen vorgelesen. Wir studierten den Widerstand der Viet Minh unter Führung Ho Chi Minhs gegen japanische Faschisten und französische Kolonisten. Einen China-kritischen Spruch von Ho habe ich noch immer in meinem Gedächtnis: „Was mich angeht, ziehe ich es vor, fünf Jahre französischen Mist zu riechen, als für den Rest meines Lebens chinesischen zu essen.“ Zu seiner Zeit waren die Nationalchinesischen Truppen – wie im Kairoer Treffen der Alliierten 1943 vereinbart – nach dem Rückzug Japans in den Norden des Landes vorgedrungen, um die Japaner zu entwaffnen, und bedrohten dabei die Position der Viet Minh. Um einen gleichzeitigen Kampf gegen Franzosen und Nationalchinesen zu vermeiden, handelte Ho mit de Gaulle, der zu dieser Zeit noch Chef der provisorischen Regierung Frankreichs nach der Besatzung durch Deutschland war, 1946 einen Kompromiss aus. Danach erkannte Frankreich Vietnam als „freien“ Staat innerhalb der Französischen Union an, während Ho zusicherte, für die nächsten fünf Jahre die französische Kontrolle Nordvietnams anzuerkennen.
Die ausgewählten Gedichte (လက္ေရြးစင္ေလးခၽိုဳးတရာLaygyo Gyi) von Thakin Kodaw Hmaing (1876 –1964) haben wir auch studiert. Seine Werke beeinflussten die burmesische Anti-Kolonialliteratur. Thakin Kodaw Hmaing war der bekannteste Dichter des 20. Jahrhunderts in der Geschichte von Myanmar und der Patron der Gesamtburma Studentenunion (the All Burma Students Union (ABSU)) im Gründungsjahr 1936. In seiner Eröffnungsrede sagte er: ေကါင္းမၽုိဳးအေထြေထြရယ္နဲ့ခၽြန္ေစျမေစေစာဒါင္းအုိးေဝရယ္လုိ့တြန္ေစကေစေသာ("May a myriad good things with vigour have a chance; may the peacock have its call and dance"). Der kämpfender Pfau wurde danach das Symbol der Studenten Union in Myanmar. 1960 wurde Kodaw Hmaing, der Dichter und Dramatiker, von der Universität Hamburg mit der Ehrendoktorwürde für seine Werke geehrt.

Ich hatte in der Uni und in der Union so viel gelernt. Trotzdem mochte nicht mehr an dieser Uni weiter studieren. Meine Kommilitonen wurden hier erschossen! Wie könnte ich noch ruhig im Studenten-Hostel schlafen? Ich wollte raus aus Myanmar, ins Ausland und von dort aus einen Widerstand organisieren. War dieser Gedanke vielleicht eine Illusion oder war ich naiv?

Samstag, 3. Oktober 2015

24. September 1964 -Yangoner Mingalardon Flughafen -
von Khin Maung Yin, Berlin 2015.

Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit, schrieb Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter.

„Beste Gesundheit, viel Erfolg beim Studium und alles Gute, mein Neffe!“ Die tränenerstickte Stimme meiner Tante Daw Dawn klingt immer noch in meinen Ohren. Ihr Wunsch von damals und der Abschied bleiben ewig in meiner Erinnerung.
Nur meine Tante und meine Kusine Ma Ma Pu konnten mich am 24. September zum Flughafen begleiten. Meine Eltern, meine Schwester und mein Bruder konnten nicht mitkommen, da sie im Dorf in Zentralmyanmar, weit von Yangon, wohnten oder an diesem Tag arbeiten mussten. Beim Abschied am Flughafen kniete ich mich vor meiner Tante nieder und verbeugte mich dreimal.
Danach nahm ich meine Uhr, meinen goldenen Ring und die goldene Kette ab und übergab sie ihr. Die Tante war überrascht und starrte mich an. Ich flüsterte ihr leise ins Ohr, damit die Leute neben uns nicht mithören konnten: „Tante, bitte übergeben Sie das meinen Geschwistern. Ich brauche sie nicht. Ich habe hier 500 Dollar von Ihnen. Ich habe auch das Stipendium. Im Gegensatz zur Lage in Myanmar kann ich im Ausland alles neu beschaffen, was ich brauche“. Die Tante hielt den Schmuck fest in der Hand und hatte Tränen in den Augen. Bevor sie unkontrolliert zu weinen begann, beeilte ich mich, zum Terminal zu gelangen. Mir flossen auch die Tränen. Vor dem Gate drehte ich mich kurz zu ihr um und schenkte ihr nochmal ein Lächeln. Sie winkte mir mit der linken Hand unaufhörlich zu, während sie sich mit der rechten Hand ihre Tränen aus dem Gesicht wischte. Ich sehe ihren Abschied noch immer vor meinen Augen.
Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich, so Hermann Hesse(1877-1962), deutscher Dichter und Nobelpreisträger für Literatur 1946.
Meine Tante wollte mich nicht gehen lassen. Ich war auch traurig. Trotzdem hatte ich mich für die Ausreise und für das Auslandsstudium entschieden. Als ich Myanmar verließ, hatte ich mein 20. Lebensjahr noch nicht vollendet. In den Augen meiner Tante war ich noch ein Junge, höchstens ein Jugendlicher. Seit der Machtübernahme des Militärs 1962 wurden die Hochschulen in Myanmar wegen der Studentenproteste öfter geschlossen. Ich beschloss daher, mich um ein Auslandsstudium zu bewerben. Meine Tante war unverheiratet und besaß ein florierendes Lebensmittelgeschäft. Sie liebte uns alle, ihre Neffen und Nichten. Während ich zum Gymnasium ging, wohnte ich bei ihr. Sie pflegte mich wie ihren eigenen Sohn. Sie half mir später auch finanziell beim Hochschulstudium, da meine Eltern als Bauern wenig Geld zur Verfügung hatten. Ihr Geschenk von 500 Dollar war seiner Zeit viel wert in Myanmar. Die monatliche Pension eines Schuldirektors lag damals umgerechnet bei einem US Dollar. Ich spürte längst ihre wahre Liebe. Sie liebte mich besonders, denn sie glaubte bei mir an die Wiedergeburt ihres Vaters, der kurz vor meiner Geburt verstorben war.Wiedergeburt ist unser buddhistischer Glaube. Sie war immer überglücklich über meine Erfolge und zugleich stolz auf mich.
Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge, so Thomas Mann (1875-1955), deutscher Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur 1949.
 
Um als Stipendiat ausgewählt zu werden, mussten wir schriftliche und mündliche Prüfungen beim Ministerium für Volksbildung und Gesundheitswesen ablegen. Nach dem Bestehen der schriftlichen Prüfung wurde ich von einem Prüfungsausschuss, bestehend aus dem Unionsminister und 5 Hochschulprofessoren, befragt. Die Fragen der Professoren konnte ich lückenlos beantworten. Anschließend fragte mich der Minister Oberst Hla Han: „Waren Sie Mitglied des inzwischen verbotenen Studentenverbands?“ Ich hatte nicht mit dieser Frage gerechnet und war völlig perplex. Trotzdem musste ich ihn antworten. Es wäre besser, die Wahrheit zu sagen. Ich überlegte kurz und beantwortete die Frage zögernd mit der Halbwahrheit: „Ja, ich war ein Vorstandsmitglied im Studentenverband und zuständig für Sport und Kultur. Ich war nicht befugt, an den politischen Aktivitäten des Verbands mitzuwirken.“ Der Minister stellte mir eine zweite Frage: „Welchen Beruf haben Ihre Eltern?“ Ich hatte gelesen, dass der Minister, Oberst Hla Han, der politischen Ideologie der Burma Socialist Programm Party (BSPP) treu war und die Kinder der Arbeiter und Bauer fördern wollte. Diesmal antwortete ich ohne zu zögern: „Meine Eltern sind Bauer und leben in Zentralmyanmar.“ Der Oberst nickte und sagte zu mir: „Sie bekommen in ca. 3-4 Wochen unseren Bescheid. Jetzt dürfen Sie uns verlassen.“ Nach dem Interview war ich erschöpft und fuhr gleich nach Hause. Unterwegs erinnerte ich mich auf ein belastendes Ereignis vom 7. Juli. Es bereitete mir Sorgen bezüglich meines Auslandsstudiums.

Das Ereignis geschah am 7. Juli 1964, dem 2. Jahrestag der Studentenproteste, wo hunderte Studenten erschossen wurden. Das Rangun Institute of Technology (R.I.T) und das Medical College waren weiterhin geöffnet. Anfang Juli 1964 kam ich mit drei Kollegen in der Kantine der R.I.T zum Mittagsessen zusammen. Beim Essen sagte ein Freund, dass sich in der nächsten Woche wieder der Jahrestag der Studentenproteste, der 7. Juli, jähre. Ich fügte leise hinzu: „Kollegen! Ich entging damals knapp dem Tod. Ich kann euch meine wahre Geschichte erzählen… Als Vorstandsmitglied der Yangon Universität-Studentenunion bekam ich die Ordnerfunktion bei der Studentendemonstration zugeteilt. Wir passten auf, dass keine Gewalt zwischen den friedlichen Demonstranten und den am Haupteingangstor postierten Soldaten ausbrach. Die Studenten wollten die Yangon Universität solange besetzen, bis ihre Forderungen erfüllt wurden. Wir, die Ordner, wechselten uns alle 5 Stunden – so lang war eine Schicht - ab. Die Demonstration verlief friedlich. Unmittelbar nach meiner Wachablösung verließ ich das Uni-Gelände, um kurz meine Tante anzurufen. Viele Eltern wussten, dass das Militär keine Gnade kennt und jeden Widerstand mit Gewalt zur Auflösung brachte, egal ob sich diese Gewalt gegen Studenten oder Mönche richten musste. Ich versuchte, die Sorgen meiner Tante und meiner Eltern zu mindern. Beim Gespräch beruhigte ich sie: „Tante, mir geht´s gut. Die Studentenproteste verlaufen friedlich. Zurzeit sind in der Uni alle Strom- und Telefonleitungen abgestellt. Vielleicht ist morgen aber schon alles vorbei. Sorgt euch nicht um mich!“ Nach dem kurzen Gespräch ging ich etwas essen und traf dort einen Kommilitonen. Er bat mich, ihn zum Treffen mit seinem Vater zu begleiten, der aus Sorge um ihn nach Yangon kam. Wir waren ca. 3 Stunden weg. Als wir aus der Stadt zurückkamen, kamen wir nicht mehr ins Studenten-Hostel hinein. Die Universität war mit Soldaten besetzt. Die Demonstration wurde blutig niedergeschlagen. Die Soldaten schossen in die versammelten Studenten, Hunderte starben dabei. Ihre Leichen wurden umgehend vom Militär beseitigt. Alle Eingänge und Ausgänge wurden von den schwer bewaffneten Soldaten streng überwacht. Ich hatte damals im Studenten-Hostel Mandalay, im Zentrum der Yangon Universität, gewohnt. Gegen Vorlage meines Studentenausweises konnte ich meine Sachen aus dem Hostel holen. Die Luft stank nach Blut. Überall auf den Gehwegen, Mauern, Wänden, sahen wir Blutflecken, wie in Horrorfilmen.
Ich atmete einmal tief und kräftig durch und sagte:Unsere Kollegen sind für gutes Handeln gestorben. Wir müssen uns durch unsere Werte mit ihnen verbinden“.
Alle waren still. Dann kamen wir auf die Idee, am 2. Jahrestag, den 7. Juli 1964, etwas zum Gedenken der vor 2 Jahren gestorbenen Studenten zu unternehmen und formierten uns zum Aktionsbündnis. Unser erster Vorschlag war es, Flugblätter zum Gedenken am 7. Juli zu verteilen. Der zweite Vorschlag lautete, in der Nacht zum 7. Juli eine schwarze Trauerfahne auf dem Dach eines Gebäudes des R.I.T zu hissen. Um die Gefahr einer möglichen Verhaftung zu entgehen, entschieden wir uns für den zweiten Vorschlag, also für eine Aktion in der Nacht. Einen Tag später suchten wir auf dem Bo Gyoke Markt einen weißen Stoff. Wir kauften weißen Stoff, da anderenfalls die Agenten der Military Intelligence (M.I.) uns mit dem Hissen der geplanten schwarzen Fahne in Verbindung bringen konnten. Wir wussten, dass vor dem Jahrestag im Juli die M.I.-Agenten über die ganze Stadt verteilt patrouillierten, um eventuelle Aktivitäten der Studenten zu entdecken. In der Nacht färbten wir den Stoff Schwarz. In der Nacht zum 7. Juli warteten wir bis spätnachts. Als die Aufpasser ins Bett gingen, zogen wir die schwarze Trauerfahne auf dem Dach des Hauptgebäudes vom R.I.T hoch. Keiner hatte uns gesehen.
Die Fahne wehte die ganze Nacht über. Früh am nächsten Morgen entdeckten die Frühaufsteher unter den Studenten die wehende Fahne auf dem Dach. Einer schrie mit Begeisterung: „Da ist eine schwarze Fahne auf dem Dach, auf dem Dach, seht!“ Und die anderen gaben die Nachricht weiter. Die Nachricht hatte sich rapide im ganzen R.I.T. verbreitet. Viele rannten aus dem Gebäude heraus und sammelten sich neugierig im Hof unter dem Schatten der wehenden schwarzen Fahne. Einige applaudierten solidarisch, während sich andere in großem Mitgefühl vor der Fahne verbeugten. Mehrere hundert Studenten formierten sich spontan zu einer Gedenkfeier des 7. Juli. Wir waren so erfreut und stolz auf uns. Der Heimleiter, der Uni-Dozent war, erschien aufgeregt unter den Studenten und bat darum, die Versammlung aufzulösen. Wir beobachteten heimlich die Lage, die langsam prekär und kritisch wurde. „Weg hier, raus aus dem R.I.T.!“, schrie einer von uns. Sofort hatten wir uns auf die Beine gemacht. Der Heimleiter benachrichtigte die Polizei und den M.I. Sie hatten überall vergeblich die Stifter gesucht, doch wir waren in Sicherheit, längst weit vom R.I.T. entfernt. Wir waren jung und stellten uns gegen die Herrschaft der Militärregierung. Wir waren gewaltlose friedliche Stifter. Seit dem 7. Juli 1962 gingen auch hunderte Studenten in den Untergrund, um am bewaffneten Kampf gegen die Militärregierung teilzunehmen. Einige riefen nach der Revolution gegen die Militär.
Der deutscher Schriftsteller Theodor Fontane (1819-1898) sagte: „Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand.“


Unsere Bündnisaktion blieb in meiner Erinnerung. Viele Jahre später traf ich im Ausland den Dozent, der in jener Nacht Wachdienst im Gebäude des R.I.T. hatte. Ich kannte ihn noch von damals. Ich sagte, dass wir es waren, die am 7. Juli 1964 die schwarze Fahne hissten. Er war überrascht und erzählte: „Eure Aktion hatte schlimme Folgen für uns, besonders für mich. Der Bezirkspolizeichef kam persönlich mit 20 Polizisten zur Durchsuchung unserer Räumlichkeiten. Eine halbe Stunde später kam die M.I. mit drei Lastwagen voller Elitesoldaten, bis zu den Zähnen bewaffnet. Sie hatten uns und das R.I.T.-Gelände umstellt. Keiner von uns durfte das Gelände verlassen, unsere Personalien wurden aufgenommen. Sie hatten im ganzen Gebäude nach den Stiftern und nach den Beweismitteln gesucht und sämtliche Schränke und Schreibtische durchwühlt. Ihr hattet große Gefahr auf euch genommen. Wenn Ihr erwischt worden wäret, hättet ihr für mehrere Jahre im Gefängnis sitzen müssen oder wäret im mildesten Fall auf Dauer aus der Universität ausgeschlossen worden. Der Student, der damals den Schrei „Fahne auf dem Dach“ ausgelöst hatte, wurde festgenommen und verhört. Zu seinem Glück war sein Vater ein höherer Funktionär in der regierenden Partei BSPP. Er hat ihn vor der Verhaftung bewahrt. Du hattest dein Auslandsstudium aufs Spiel gesetzt. Ich war eigentlich das wahre Opfer eurer Aktion. Der M.I.-Chef war wütend und beantragte ein Disziplinarverfahren gegen mich. Ich wurde verhört und angeschuldigt, dass ich eure Aktion zugelassen habe. Tatsächlich hatte ich in jener Nacht meine Pflicht verletzt. Deswegen wurde die Strafe des Ausreiseverbots über mich verhängt und ich durfte das Land jahrelang nicht verlassen. Zum Glück wurde mir kein Berufsverbot erteilt. Aber, das ist Schnee von gestern. Ich nehme euch das nicht übel. Ihr wolltet euch mit den ermordeten Studenten solidarisieren. Ich habe vollstes Verständnis. Vergessen wir das alles.“Trotzdem hatte ich mich für den Vorfall entschuldigt und sprach ihm mein aufrichtiges Bedauern aus.
Die M.I.-Agenten waren nicht auf unsere Spur gekommen. Schließlich hatte mir das Ministerium mitgeteilt, dass ich als Stipendiaten ausgewählt wurde. Einen Tag vor meinem Abflug lud ich meine Freunde vom Aktionsbündnis zu einer Abschiedsfeier ein.Beim Treffen bat ich um ihr Verständnis für meine Entscheidung. Alle hatten zustimmend genickt. Zu meiner Bewunderung hatte sie sich viel über mich und unser Land Gedanken gemacht. Ich freute mich sehr darüber. Sie gaben mir jetzt viele Ideen mit auf den Weg. Beim Abschied wünschten sie mir vielen Erfolg und alles Gute. 
 
Der 2. Juli und der Abflugtag, der 24. Sept. 1964, haben mich ein Leben lang geprägt und meine Laufbahn bestimmt.



Montag, 28. September 2015

我的緬甸故事

我的緬甸故事

    1964924日仰光機場
    - 隨時把握當下,每一景,每一刻都有無窮價值,因爲它是永恒的代表.
    德國詩人哥德 (Johann Wolfgang v. Goethe1749-1832)
要注意身體,好好讀書,一切順利”阿姨紅著眼眶殷殷叮呤著我,此情此景過了數十年
還深深留在我的腦海裏。1964924日這天是阿姨和表姐陪我到機場,我的父母和姐姐弟弟住在離仰光很遠的緬甸中部一個小村子,無法到機場向我送行。和阿姨道別時我跪下來向她行緬甸傳統佛教儀式跪拜禮,表達我對她的尊敬與感謝她的養育之恩。
接著我把身上的手錶,金戒子和金項鏈脫下拿給阿姨,要她轉給我的家人, 阿姨不解的望著我,我輕聲告訴她我的家人比我須要這些東西,我的身上有她給我的500美金,我還有獎學金,我在國外的日子不會很辛苦。那些年在緬甸的生活真的過的很艱苦,那些首飾對我的家人何嘗不是個幫助。阿姨握著首飾眼眶含著淚。我不忍看她心悴的臉神很快和她道別快步走到出關口。要出關前我再次回頭薇笑望著阿姨。她不停的揮著右手,左手擦著不斷掉下來的眼淚。此景此刻對我而言即是永恒,今生難望。

雖然我很不捨離開家園,但我還是決定到國外留學。阿姨終生未婚。她開了一家食品店,生意非常好。我離家到城市上高中就住在阿姨家,她對待我就如自已的兒子。我的父母在鄉下務農,他們無法負擔我的教育費。 我上大學的一切費用都是她資助的。我出國身邊帶的500美金也是她送我的。當時緬甸校長的月退俸是1元美金。我可以感受到阿姨對我的付出,她對我滿滿的愛與期望。阿姨照顧我們這些晚輩毫不餘力,但是對我她有非常特殊的感情。我們佛教徒相信輪回與轉世,我的祖父在我出生前幾天過世。她相信我是她父親的轉世。
德國作家赫塞 (Hermann Hesse1877-19621946年諾貝爾文學獎得主) 寫過 ”幸福表示有愛,能愛人就是幸福”從阿姨身上我深深體會這句話的含意。

當年我離開緬甸時還未滿20歲,在阿姨眼中還是個孩子。1962年緬甸軍事集團接管政權,由於大學生不斷的抗議與示威反對軍政府的獨裁與殘暴,緬甸的大學常常被軍政府關閉。1964年軍政府決意要無限期關閉緬甸所有大學。當時我決定到國外完成學業。生活在極權又貧困的國家想出國留學唯一途徑就是參加國家考試取得獎學金和護照。我報名參加留學考試,很幸運通過了筆試。幾天後我接到口試通知。口試評審員是由5位大學教授和衛教部長組成。5位教授問的專業問題我都能完整的回答。最後部長哈韓上校問我是不是學生會的成員。當時學生會已被軍政府禁止,我沒有料到他會問這個問題心裏震驚了一下。
德國詩人托馬斯曼(Thomas Mann1875-1955) 曾說過 ”一個痛苦的真相勝過一個謊言”。
我不願意撒謊,躊躇了一下我回答他我是學生會理事會的成員,負責文化與運動事宜,政治方面的活動不在我的工作範圍。哈韓部長又問我父母親的職業,我聽說哈韓部長是緬甸社會主義”的忠實信仰者,支持工人和農人子弟。這次我毫不猶疑的回答,我的父母是農人,住在中部鄉下。哈韓部長很嚴肅看著我簡潔的講了一句”回去等消息”就結束了口試。回家的路上我的心裡很不平靜,我不知道軍政府是否已經查出我是77日事件的主導人。

事情原委是這樣的: 7月初我和3個朋友碰面談天。談到下個星期77日就是學生大屠殺
2周年記念日,這是個很悲傷的日子,我們卻無法表達對犧牲的同學哀悼之情。當時我告訴他們我藏在心中2年的秘密。我告訴他們我差點也在死亡名單中。2年前(1962) 77日仰光大學學生抗議軍政府限制他們權利,不讓軍隊進駐校園與軍隊在校門口對峙,學生決議無限期抗議直到達到他們的要求爲止。學生手無寸鐵,軍人卻荷槍實彈。我是仰光大學學生會理事會成員,我的任務是維持秩序,不要讓學生與軍人起衝突發生暴力事件。我們采取5小時輪班制。因爲校區已被停水停電,當值完任務退下休息時我決定離開校園到市區去打電話給阿姨報平安,我知道她和我的父母都非常擔心我的安危。他們知道軍政府的解決方式就是暴力,就是對待僧侶與學生他們也不例外。我安慰阿姨抗爭很和平,不要擔心。打完電話我到小吃店吃飯遇到一個同學,他告訴我他的父親因爲擔心他的安危特地趕到仰光, 他請我陪他一起去見他父親說服他校園是安全的,不會出事的。我在市區停留大約3個小時
後回到學校。但是一切已經變樣了,學生和平抗議活動已經被血腥鎮壓,軍人對學生開槍,有數百位學生被槍殺,他們的屍體馬上被用軍隊卡車運走。軍隊占據整個校園,所有進出口都有軍人持槍管制。我那時住在仰光大學的學生宿舍”曼德勒 (Mandalay)” 樓,宿舍位於校園中央。出示我的學生證後,我被允許到我的房間拿行李。我看到走道上牆上血跡斑斑,整個空氣中彌漫著血腥味。我離開校園時腦筋一片空白,意識混亂無法思考,一個偶然讓我逃過死劫但我的同學都犧牲了,幾個鐘頭前我們還一起有說有笑,對我們的訴求充滿希望與信心。現在他們都走了,祇剩我一個人走在離開校園的路上。

我講完我的經歷後大家一陣沉默。這些同學爲了我們共同的理念而犧牲,他們不應該被遺忘。我們決定在77日大屠殺2周年這天做些事來紀念他們。首先想到的是在77
當天發傳單,把事實真相告知社會。但是軍政府在大屠殺2周年前夕爲了防止學生有所行動在仰光各地佈滿眼綫和特務人員。製作和發傳單這個行動在執行上很困難,不得不放棄。我們想到另個方法。第2天我們到翁山商場買一大塊白布,回去後把它染成黑色。我們這樣做是爲了避免以後特務人員追蹤到我們。我們把黑布做成一面大旗。76日深夜,夜闌人靜時我們潛入工學院大樓,爬到大樓屋頂,把旗子插在屋頂上。第二天清早有學生發現這面旗子。有個學生指著旗子很興奮的大叫 “快看,一面黑旗,一面黑旗”。消息很快的傳開來, 學生們從四面八方湧來。有的對著旗子行禮,有的鼓掌致敬。很自發的我們舉行了一場追悼會,悼念感懷死難的同學。不久學院的值日教授氣急敗壞的跑來他告訴我們已經報警,要我們解散聚會,氣氛越來越緊張,突然有個同學大喊 ”快跑”,學生一瞬間離開現場。警察和軍人趕到時現場已空無一人。
德國作家霏塔納( Theodor Fontane 1819-1898) 曾說過 ”一個人19歲時不是革命家,他是
無同情心的人,一個人到了40歲還是革命家,他就是無理智的人”。
1962年的這場大屠殺讓很多學生轉入地下活動,有的學生甚至加入游擊隊想用武裝革命
推翻獨裁政府。幾個星期後我接到錄取通知,我成了公費留學生被派到當時的捷克斯洛伐克留學。

幾年後我在布拉格遇到了當年值班的教授,我告訴他我就是在工學院插黑旗的主導人。
他非常的驚訝。他告訴我當時警察局長立刻帶了20位警察來到現場調查,半個鐘頭後軍方派出3卡車特種部隊到校園,整個工學院大樓被包圍。每個辦公室和教室都被翻箱倒櫃,留在大樓的學生和教職員都不準離開還得接受調查審問。他還講我們萬一被抓到,不僅會被學校開除,幾年的監獄是免不了的,我們當年冒的險實在太大了。他告訴我當時大叫一面黑旗”的學生還被逮捕訊問,還好這個學生的父親是黨内高級幹部,所以免了牢獄之災。他說其實這次事件最大的受害者是他。當時軍方頭子非常生氣,認爲他工作疏失,懷疑他有意放任學生褂旗,向他提出懲戒訴訟,接受一連串調查。爲此他很多年還被禁止出國訪問。我向他道歉我們的行動造成他的困擾。他說事情已經過去了,他可以瞭解我們當時的心情。其實他心裏是很同情學生的。

當年我決定出國留學最大原因是我想離開這塊校園,因爲它留給我太慘痛的回憶。走在校園我無法忘記死難的同學。在離開緬甸前一天在餞行會上我告訴我的同學,你們用你們方式繼續爭取自由,我會用我的方式去反抗獨裁政權。我的決定到國外留學徹底改變了我一生的規劃也成了我的不歸路。






Mittwoch, 2. September 2015

In memory of my beloved mother


 Im Gedenken an meine liebe Mutter               *Von Khin Maung Yin, August 2013
In memory of my beloved mother

„Ich werde meine Mutter nie vergessen; denn sie pflanzte und nährte den ersten Keim des Guten in mir, sie öffnete mein Herz den Eindrücken der Natur: sie weckte und erweiterte meine Begriff, und die Lehren haben einen immerwährenden Einfluß auf mein Leben gehabt.“ Immanuel Kant (1724-1804)

Das Wiedersehen fand im Sommer 1994 statt. Ich betrat wieder burmesischen Boden. Beim
Abschied damals tröstete ich meine Eltern und versprach: „In 5 Jahren bin ich zurück.“Ich kniete mich sofort vor ihnen nieder und verbeugte mich dreimal nach buddhistischer Art für das Zollen des Respekts. Ich gab meiner Mutter das goldene Armband und den goldenen Ring zurück, welche ich jahrelang getragen hatte. Meine Mutter schenkte sie mir zur Belohnung zu meiner Aufnahme in der Yangoner Universität, weil ich mich für hohe Bildung anstrengte und sie stolz auf mich war. Ich wusste, dass der goldene Schmuck sicherlich gutes Geld wert war und sagte ihr: „Mutter, ich brauche den Schmuck im Ausland nicht. Ich habe ein Begabtenstipendium. Es müsste für mich zum Leben dort völlig ausreichen. In eventueller finanzieller Not können Sie den Schmuck vielleicht für sich zu Geld machen.“ Bei uns müssen die Kinder ihre Eltern siezen. Wir dürfen unsere älteren Verwandten nie bei ihren Namen rufen. Wir nennen sie „Papa, Mama, Tante“ usw. Das ist eine Art des Respekts. Meine Mutter nahm den Schmuck zögernd an und antwortete unter Tränen: „ Ich bewahre sie für dich auf. Du bist ein liebes Kind. Komm bald zurück, mein Sohn. Du sollst fleißig schnell studieren. Wir warten auf dich, auf deine baldige Rückkehr. Wir werden immer älter. Wir wissen nicht, wie lange wir noch leben.“ Meine beiden Eltern waren etwa 60 Jahren alt. Damals lag die Lebenserwartung der Burmesen bei 55 Jahren. Sie hatten den Altersdurchschnitt schon weit überschritten. Ich war traurig, sie zu verlassen. Trotzdem habe ich es getan.
Ich hatte bereits länger in Deutschland gelebt als in Myanmar. Ich konnte mein Versprechen nicht einhalten. Seit einigen Jahren versuchte ich mehrere Male, ein Einreisevisum nach Myanmar zu bekommen. Alle Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Alle Oppositionellen waren nun mal unerwünscht in Myanmar. Ich stand auf der schwarzen Liste der Regierung, erzählte mir später meine Nichte, die beim Innenministerium Myanmars arbeitete. Nun, 1994 bekam ich das Einreisevisum mit der Auflage, dass ich während meines Besuches in Myanmar nicht politisch tätig werden durfte. Ich musste bei der Antragstellung angeben, wen ich besuche und wo ich mich aufhalten möchte. Ich akzeptierte zähneknirschend die Auflage voller strengen Anweisungen. Ich war voller Sehnsucht, meine Eltern endlich wiederzusehen. Beim Wiedersehen umarmte ich meine Mutter sofort. Sie war sehr alt geworden. Ihr Alter lag knapp unter 90 Jahren. Der Vater war um ein Jahr älter. Sie galten als das älteste noch lebende Ehepaar in Myanmar. Meine Mutter hatte aus Freude geweint und flüsterte mir ins Ohr: „Ich habe auf dich, auf deine Rückkehr jahrelang gewartet. Es ist mein letzter Wunsch, dich wiederzusehen, bevor ich für immer meine Augen schließe.“ Ich wollte ihr etwas sagen. Aber Ich brachte vor Rührung kein Wort heraus. Ich konnte sie nur anlächeln und war sehr froh darüber, dass ich ihr den Wunsch erfüllen konnte. Mein Vater
stand nebenan und hatte auch Tränen in den Augen, blieb aber gefasst. Ich verbeugte mich
respektvoll vor ihm. In Myanmar gelten Väter als autoritäre unantastbare Person, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich durfte ihn nicht umarmen. Meine Mutter holte umgehend meinen alten Schmuck aus der Schatzkästchen und sagte mir: „Hier ist dein goldenes Armband und der Ring. Ich habe sie solange aufbewahrt. Nimm sie zurück!“ Ihre Liebe war, ich glaube, sehr groß. Liebe ist der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten, wie Bertolt Brecht schrieb.
Meine Mutter hatte 9 Kinder zur Welt gebracht. Im Kindesalter waren ihre ersten vier Söhne
gestorben. Nur die Mädchen blieben am Leben. Die Ursache des Sterbens war hauptsächlich die fehlende medizinische Versorgung. Aber meine Mutter suchte vergeblich den Grund, warum ausgerechnet ihre Söhne das Kindesalter nicht überstehen konnten. Sie war depressiv und lud die Schuld auf sich. Ich wurde als 5. Sohn geboren. Drei Jahre später kam mein Bruder zur Welt. Er war das jüngste Kind. Meine Mutter erzählte einmal zu mir: „Ich wusste nicht, ob du das Kindesalter überleben würdest. Ich wünschte sehr, nochmal einen Sohn zu bekommen und glücklicherweise kam es auch so.“ Die Mutter wollte uns, die Söhne, nicht wieder verlieren und kümmerte sich deswegen sehr um uns, vor allen um unser Wohlbefinden. Obwohl ich bereits erwachsen war, wollte sie immer noch über meine Zukunft mitentscheiden. Seit der Machtübernahme des Militärs 1962 wurden die Hochschulen in Myanmar wegen der Studentenproteste öfter geschlossen. Ich beschloss, mich um ein Auslandsstudium zu bewerben. Zuerst zog ich ein Studium in Japan in Betracht. Meine Mutter sprach sich sogleich dagegen aus. Ich hatte eine junge japanische Brieffreundin und wie üblich hatten wir unsere Fotos ausgetauscht. Das Foto der Japanerin steckte ich auf die Vorderseite meines Fotoalbums. Meine Mutter wusste davon. Sie sagte mir: „Wenn du in Japan bist, willst du die japanische Freundin näher kennenlernen
und sie möglicherweise heiraten. Dann kommst du nicht mehr zurück. Ich möchte das nicht. Ich meine es ernst.“ Ihr zu Liebe verzichtete ich auf mein Vorhaben, in Japan zu studieren. Ein paar Monate später wagte ich, sie wieder zu fragen: „Mutter, ich möchte gern im Ausland studieren, vielleicht in Europa.“ Zögernd gab sie mir diesmal ihre Zustimmung.
Ohne die Zustimmung meiner Mutter lief nichts bei uns in der Familie. Sie gab immer das letzte Wort. Mein Vater war eine ruhige, bescheidene, arbeitsame Person. Einmal war die Mutter wütend auf meinen Vater. Ich kannte nicht den wahren Grund des Streits. Hilflos sagte mein Vater zu ihr: „Ich bin wie Wasser in deinen Händen. Du kannst mich trinken oder mich auch fürs Waschen benutzen. Du kannst mich auch wegkippen. Mein Schicksal liegt bei dir. Ich habe niemanden außer dir. Bitte kipp mich nicht weg. Ohne Boden, ohne Behälter werde ich ins Erdreich rein fließen. Lass mich in deinen Hände bleiben.“ Meine Mutter sah uns an und legte aus Verlegen ihren Zorn bei. Sie sagte später lächelnd: „Ich habe es mit dem Rauswurf eures Vaters nicht ernst gemeint.“ Trotzdem bekam der Vater einen großen Schreck, fand ich.
In Myanmar zogen die Männer nach der Hochzeit bei den großen Familien der Ehefrauen ein. Auf dem Lande leben mehrere Generationen unter einem Dach zusammen. Die Eltern bleiben bei den Töchtern. Der Schwiegersohn zieht in die Familie ein. Somit erzieht man nicht nur eine weitere junge, frische Arbeitskraft und einen Verwalter für Grund und Boden, sondern zugleich den Beschützer für die Familie. Die jungen Ehepaare besitzen gemeinsame Güter. Die Frauen sorgen für die Kindererziehung sowie für die Geldausgaben und -einnahmen der Familien. So tat es meine Mutter auch bei uns.
Am Abend des Wiedersehens hielten wir uns auf der Veranda des Hauses auf. Ich fragte meine Mutter: „Mutter, sehen Sie mich genau an. Haben Sie mich sofort erkannt?“ Sie antwortete: „Natürlich, du bist der schönste und liebste unter meinen Söhnen. Wie kann ich dich vergessen.“ Mein jüngerer Bruder sagte im Spaß zu ihr: „Wieso denn? Ich bin nicht schön! Wir sind doch nur zwei Söhne, oder?“ Prompt erwiderte sie: „Nein, 6 Söhne.“ Mein Vater erzählte mir verbittert: „Deine Mutter denkt täglich nicht nur an dich, auch an ihre im Kindesalter verstorbenen 4 Söhne." Das schmerzhafteste für sie war, dass sie bei der Beisetzung ihrer Söhne nicht dabei sein durfte und einen letzten Abschied für immer verpassen musste. Nach unseren Sitten dürfen wir, die Eltern, an der Beerdigung unserer Kinder nicht teilnehmen. Weil die Kinder früher als die Eltern starben, glaubt man, dass die Teilnahme der Eltern die Seele des verstorbenen Kindes unruhig machen würde. Nach deiner Ausreise hatten deine beiden Schwester 4 Söhne zur Welt gebracht. Es ist ein
Trost für deine Mutter, dass wir 4 Enkel haben. Sie hat alle Jungs tags und nachts betreut, groß gezogen und viel Zeit mit ihnen verbracht. Großmutter übernimmt die Kinderbetreuung. Es ist unsere Sitten. Deine Mutter glaubt bei ihnen an die Wiedergeburt ihrer verstorbenen Söhne. Das ist unser buddhistischer Glaube. Das ist auch gut so für sie. Deine Mutter ist eine tapfere Person. Sie riskierte alles für uns, für die Familie. Im zweiten Weltkrieg waren wir für 3 Jahre unter japanischer Besatzung. Viele jungen Männer und jungen Frauen aus unserem Dorf vermieden es, den japanischen Soldaten zu begegnen. Monatelang versteckten sie sich in den Berghöhlen vor dem Angriff der japanischen Armee. Frauen hatten Angst vor Vergewaltigung durch die Nippon-Soldaten. Die Männer hatten Angst davor, als Zwangskurier verschleppt zu werden oder getötet zu werden, wenn die Soldaten sie für Kollaborateure der Widerstandsarmee (Burma Independent Army) des Untergrunds hielten. Ich und deine Mutter waren auch unter den sich Versteckenden. Wir
mussten unsere drei kleinen Mädchen allein bei der Großmutter zurücklassen. Du warst noch nicht geboren. Deine Mutter besuchte in der Nacht heimlich unsere Mädchen und brachte mir auf dem Rückweg Essen mit. Sie ließ mich nicht mitgehen und sagte mir: „Wenn du von Soldaten erwischt wird, bist du sicherlich ein toter Mann. Du musst am Leben bleiben. Unsere Mädchen sind noch klein. Du musst die ganze Familie durch deine Arbeit und deinen Fleiß ernähren. Ohne dich wird unsere Familie in den Abgrund reinfallen. Wenn ich erwischt werde, werden sie mich nicht töten. Im schlimmsten Fall wäre….......... Ich nehme das Risiko auf mich. Meine Kinder sind wichtiger. Ich möchte sie mindestens jeden 2. Tag sehen.“ Ich war immer traurig, wenn ich sie allein gehen lassen musste. Der Fußweg nachhause dauerte ca. 2 Stunden. Sie blieb über Nacht bei unseren kleinen Mädchen und kam früh morgens zurück. Glücklicherweise überstand sie alle Wege unbeschadet. Du erinnerst dich noch an den kleinen Jungen mit heller Haut aus eurer Grundschule.
Alle nannten ihn „Nippon“, weil sein Vater ein japanischer Soldat war. Dabei hatte keiner die
Absicht, ihn zu beleidigen oder zu erniedrigen. Seine Mutter wurde damals von einem Soldaten vergewaltigt. Sie litt an der Scham und war traumatisiert, später ist sie mit dem Sohn aus dem Dorf weggezogen. Keiner konnte ihr damals zur Hilfe kommen, jeder musste um sein eigenes Überleben bangen. Wir waren im Versteck. Deine Mutter und ich haben den Krieg heil überstanden. Wir konnten nach dem monatelangen Verstecken zu unseren Mädchen zurückkehren. Alle waren überglücklich bei unserer Ankunft. Genauso wie damals sind heute alle von deiner Ankunft überglücklich. Du warst für viele Jahre weg, das hat uns große Sorgen bereitet.“ Ich stand schnell auf und verbeugte mich: „Verzeihen Sie mir bitte für das lange Wegbleiben. Die Regierung hatte mir jahrelang die Einreise verwehrt.“ Mein Vater nickte verständnisvoll mit dem Kopf und sagte: „Setz dich wieder. Wir verzeihen dir.“ Ich sah ein kleines Lächeln im Gesicht meiner Mutter. Ihr Lachen war ansteckend. Sie brachte uns in fröhliche Hochstimmung. Wir lachten laut.
Meine Eltern hatten mich vor ihrer ewigen Ruhe wiedergesehen. Sie waren höchst erfreut darüber, dass es mir gut ging und ich mich wohl befand. Meine Mutter starb mit 92 Jahren. Ein Jahr später starb mein Vater mit 94. Vor ihrem Tod sprachen sie ihren Wunsch: „Wir benötigen keinen Grabstein. Auch wenn ihr einen für vorübergehend benötigt, wünschen wir ihn später abzureißen. Wir wollen kein Stück Land für uns besetzen. Das Land/Erde gehört uns allen.“ Als sie starben, war ich wieder in Deutschland. Ich konnte ihre Beisetzung nicht teilnehmen. Meine Geschwistern hatten zwei Grabsteine nebeneinander errichtet und behielten sie bis dahin, als ich 1998 wieder kam. Ich konnte ein Blumenbeet vor den Grabsteinen anlegen und ihnen meine letzte Ehre erweisen. Wir, ihre Kinder und Enkel, danken ihnen für ihre Liebe und Fürsorge und denken ewig an sie.
Unsere Eltern bleiben bei uns in lebendiger Erinnerung. Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt, wie Bertolt Brecht(1898-1956) schrieb.

Dienstag, 1. September 2015

၁၉၆၄စက ္တင္ဘာလ၊၂၄ ရက ္၊
မဂၤလာဒုံေလဆိပ္၊
 ကၽန္းမာပါေစ၊ပညာေတြအမၽားႀကီးဖတ ္နူိွင္တတ ္္နူိွင္ပါေစ၊အားလုံးလုိရာဆုနဲ႔ျပည ္႔စုံပါေစ၊ငါတူၾကီး..............ေဒြးေဒါင္းဆုေတာင္းတာကုိမွတ္မိပါသည္၊ၾကားေနမိပါသည္။
မဂၤလာဒုံေလဆိပ္ကုိလုိက္ပုိ့သူေတြထဲတြင္၊အေဖအေမနဲ့မမမၽားညီေမာင္တုိ့မပါ၊တခုိၽုဳကေတာရြာမွာေန၊တခုိၽုဳ.ကအလုပ္ေတြရုိေနသျဖင့္လုိက္မပုိ့နိင္ခဲ့ၾကပါ၊ေဒြးေဒါင္းနွင့္မမပုတို့ဘဲကြၽန္ေတာ.ကုိလိုက္ပုိ.ပါသည္။ေလဆိပ္တြင္ေလယဥ္ေပၚမတက္ခင္၊ေဒြးေဒါင္းနွင့္မမပုတို့ကုိရွစ္ခုိးဦးခၽပီး၊ပတ္ထားေသာနာရီကုိညီေတာ္ေမာင္အတြက္၊ဝတ္ထားေသာလက္စြပ္ကုိမမေစာလွအတြက္၊ေရွြလယ္ၿကိုးကိုမမစန္းအတြက္ဆုိပီးခၽက္ခၽင္းခြၽတ္ပီး၊ေဒြးေဒါင္းအားေပးအပ္ခဲ့ပါသည္။အိပ္ထဲတြင္၊ေဒြးေဒါင္းေပးလုိက္ေသာေဒၚလာ(၅၀၀)ကုိမေပၽာက္ေအာင္ေကါင္းေကါင္းမြန္မြန္သိမ္းထားပါသည္၊၊ေဒြးေဒါင္းေရ..ကြၽန္ေတာ္အတြက္စိပ္မပူနဲ့၊ဒီေငြကုိကုန္ေအာင္မသုံးဘူး၊ကြၽန္ေတာ္တုိ့ပညာေတာ္သင္ေတြကုိအစားအေသာက္အျပည့္အစုံဟုိဧည့္ခံတဲ့အစုိးရကေပးမွာ၊ကြၽန္ေတာ္ပညာေတြအျမန္သင္ယူမယ္၊ေဒြးေဒါင္းတုိ့စိတ္ခၽမ္းသာသာနဲ့ေနပါ။
ကြၽန္ေတာ ္နုိင္ငံျခားပညာသင္ထြက ္တ့ဲအခိၽန္က၊ကြၽန္ေတာ့အသက္၂ဝနွစ္၊မေျပ့ေသးပါ၊အသက္ငယ္ေသးလို့အေမၾကည္က၊ကြၽန္ေတာ.ကုိမခြဲခၽင္မလွြတ္ခၽင္ပါ။သူခဏခဏငုိေနပါသည္၊ကြၽန္ေတာ ္စိတ္မေကါင္းပါ၊ကြၽန္ေတာ ္(၅)နွစ္အတြင္းပညာေတြၾကုိးစားသင္ပီးအေမတုိ့အသက္ရွင္တုန္းအျမန္ျပန္လာပါမည္၊စိတ္ခၽပီးစိတ္ခၽမ္းသာသာေနပါ။အခုလုိနုိင္ငံၿခားမွာပညာသင္နွုိင္ဖုိ.အခြင့္အေရး(scholarship)ရဖုိ.ကအခုေခာတ္မွာအေတာ ္မလြယ္ပါ၊မိဘေတြကပုိက္ဆံရွိေတာင္နဳိင္ငံျခားကုိထြက္ခြင့္မရနိွင္ပါ၊ကြၽန္ေတာ္အသက္ငယ ္တုန္းပညာေတာ ္သင္အခြင့္အေရးယူခၽင္ပါသည္လို့အေမ့ကိုေတာင္းပန္ပါသည္။
ေကါင္းပီ၊ငါ့သားအျပန္ကုိငါေစာင့္ေနမယ္၊ငါမေသခင္မွာျပန္လာပါလုိ့၊အဆုံးမွာအေမကသေဘာတူခဲ့ပါသည္။
အဲဒီတုန္းကကြၽန္ေတာ ္ရန္ကုန္တကၠသုိလ္မွာB.Sc(Maths) ေနာက္ဆုံးနွစ္တက္မွာျဖစ္ပါသည္၊၁၉၆၂ဇူလုိင္အေရးအခင္းျဖစ္ပီးေနာက္ေကၽာင္းေတြခဏခဏပိတ္ပါသည္၊၁၉၆၃မွာလဲေကၽာင္းပိတ္ေပမဲ့၊စာေမးပြဲေတြၿပဳလုပ္ခဲ့လုိ့B.Sc(A)ေအာင္ခ့ဲပါသည္၊၁၉၆၄ဇူလုိင္လမေရာက္ခင္မွာေတာ့ေနာက္ထပ္ဆူပူမွဳေတြေၾကာက္လူိ့၊ေကၽာင္းေတြကုိရက္လအကန့္အသပ္မရိွပိတ္လုိက္ပါသည္၊ဒါေၾကာင့္ကြၽန္ေတာ ္အခုလုိနုိင္ငံၿခားမွာပညာသင္နွုိင္ဖုိၾကိဳးစားျခင္းျဖစ္ပါသည ္။
 ပညာသင္ရဘုိ့အတြက္အားလုံးေကၽာင္းေအာင္တန္းလက္မွတ္ေတြတင္ရပါသည္၊ေရးေျဖေမးေျဖျပုလုပ္ပီးပညာသင္ေတြကုိေရြးခ်ယ္ပါသည္။
ေရးေျဖကုိအဂၤလိပ္လုိ၊ျမန္မာလုိနွင့္ေျဖရပါသည္၊ေရးေျဖေအာင္လုိ့ေမးေျဖအတြက္ေခၚပါသည္၊ေတြ့ဆုံေမးျမန္းစစ္ေဆးပြဲမွာ၊ပါေမာကၡ(၅)ဦးကေမးျမန္းပါသည္။ပါေမာကၡေတြအေမးကုိေကါင္းေကါင္းေျဖနွုိင္ခဲ့ပါသည္၊ေနာက္ဆုံးအေနနဲ့ပညာေရးဝန္ၾကီးဗုိလ္မွူးၾကီးလွပာန္ေမးပါသည္၊`ေမာင္ခင္ေမာင္ရင္၊၁၉၆၂က(တကသ)အမွဳ ေဆာင္အဖြဲ့မွာပါခဲ့တယ္နုိင္ငံေရးလုပ္တယ္ဆုိတာမွန္သလား`။ဒီအေမးကုိကြၽန္ေတာ္မေမွၽာ ္လင့္ခဲ့ပါ၊သူဘယ္ကသိတာလဲ၊ကြၽန္ေတာ ္ဘယ္လုိေျဖမလဲ၊စဥ္းစားလုိက္ပါသည္၊ညာလုိ့ေတာ့မျဖစ္ပါ၊`ပာုတ္ကဲ့၊မွန္ပါတယ္၊ကြၽန္ေတာ္တကသမွာပါခဲ့ပါတယ္၊ကြၽန္ေတာ ္ကအားကစားေရးမူးပါ၊နုိင္ငံေရးနဲ့မသက္ဆုိင္ပါဘူး`လုိ့ေျဖလုိက္ပါသည္၊ဒုတိယေမးခြန္းကေတာ့
 `ေမာင္ခင္ေမာင္ရင္ရဲ့မိဘေတြကေရာဘာအလုပ္အကုိင္လုပ္ၾကလဲ`။ ဗုိလ္မွူးၾကီးလွပာန္သည္အလုပ္သမားလယ္သမားကေလးေတြကုိဦးစားေပးသည္၊ဆုိရွယ္လစ္စိတ္ဓါတ္ရွုိသည္လုိ့ေရးၾကေျပာၾကပါသည္၊ဒါေၾကာင့္`ကြၽန္ေတာ့မိဘေတြကအညာမွာေတာင္ယာလုပ္ၾကပါတယ္`လူိ့၊ခၽက္ခၽင္းေျဖလုိက္ပါတယ္။တနာရီၾကာအေမးအေျဖလုပ္ပီး၊ကြၽန္ေတာ့ကုိျပန္ခြင့္ေပးပါသည္၊တလအတြင္းပညာေရးဝန္ၾကီးဌာနကအေၾကာင္းၾကားမယ္လုိ.ေျပာပါသည္။ အျပန္လမ္းမွာကြၽန္ေတာ္အျဖစ္အပ်က္တခုကုိအမွတ္ရရၽ္ရင္ေတြခုန္ေနပါသည္၊အျဖစ္အပ်က္ကေတာ့၊၁၉၆၄ဇူလုိင္ရရက္ညက၊RangoonInstitute of Technology (R.I.T.) မွာ အလံနက္တင္ျခင္းျဖစ္ပါသည္။ ၁၉၆၄ဇူလုိင္မွာရန္ကုန္တကၠသုိလ္(RangoonUniversity)ပိတ္ထားေပမဲ့ R.I.T.ကုိမပိတ္ပါ။ ဇူလုိင္လဆန္းကကြၽန္ေတာ္R.I.T.မွသူငယ္ခၽင္းေကၽာင္းသား၃ေယာက္နဲ့ေပါင္းပီး၊ဗုိလ္ခ်ဳပ္ေစၽးမွာအျဖဴ ေရာင္အထည္အစ၂ေတာင္ဝယ္ခဲ့ပါသည္၊ဘယ္သူမွသံသယမျဖစ္ေအာင္အျဖဴ ေရာင္ကုိဝယ္ျခင္းျဖစ္ပါသည္၊ေနာက္အနက္ေရာင္ေဆးဆုိးပါသည္၊ဇူလုိင္ရရက္ညသန္းေခါင္မွာအေစာင္.မရွိေတာ့မွ၊အေဆာင္အမုိးေပၚတက္ပီးအလံနက္ကုိတင္ခဲ့ပါသည္၊ေနာက္ေန့မွာရဲနဲ့၊MilitaryIntelligence(M.I.)ေတြေရာက္လာပီးအလံတင္သူေတြကုိလုိက္ရွာပါသည္၊ကြၽန္ေတာ ္ကေတာ့အဲဒီညမွာဘဲR.I.T.ကုိစြန့္ခြါခဲ့ပီး၊ျပန္မေရာက္ေတာ့ပါ၊ကြၽန္ေတာ ္တုိ့အထဲကတေယာက္ကုိမိရင္ေတာ့လုိ့ေတြးပီး၊စုီးရိမ္ေနမိပါသည္။
ဒီလုိကၽြန္ေတာ္စုီးရိမ္ေနတာ၃၊၄ပတ္ၿကာသြားပါပီ၊ၿသဂုပ္လလစန္းမွာပညာေရးဌာနကကြၽန္ေတာ္ကုိခၽက္သုိ့ပညာသင္ေတာ္အျဖစ္ေရြးခၽယ္လုိက္တယ္လုိ့အေျကာင္းျကားပါသည္၊ကြၽန္ေတာ္ဝမ္းသာလုိ့မဆုံးပါ၊ကံေကါင္းတာက၊M.I.သည္ကြၽန္ေတာ္ဇူလုိင္အလံတင္တဲ့အဖြဲ့ထဲမွာပါတယ္ဆုိတဲ့သတင္းမရခဲ့ပါ၊
I have a stroke of luck! ကြၽန္ေတာ္ျမန္မာျပည္မွမထြက္ခင္မွာဇူလုိင္ရရက္ညအလံတင္အဖြဲ့နဲ့farewell party လုပ္ခဲ့ပါသည္။၁၉၆၄စက ္တင္ဘာလ၊၂၄ ရက ္မွာကြၽန္ေတာ့ဘဝစတင္ေျပာင္းလဲလာခဲ့ပါသည္။  (ဆက္လက္ေရးသားပါမည္)